sbackup
שָׁלוֹם
Es vergeht in letzter Zeit kaum ein Tag an dem ich nicht auf sbackup angesprochen werde, sei es in lokalen LUGs (Linux User Groups), die ich besuche, im IRC oder per Mail. Dabei scheinen viele das “S” in sbackup, welches für “simpel” steht, als “benutzerfreundlich” misszuverstehen. Sbackup ist nicht so simpel wie es der Name des Programmes suggeriert.
- Erst speichern, dann ausführen
Man hat seine Sicherungsparameter in die Bedienoberfläche eingegeben und drückt nun auf “backup now!”, aber im Sicherungsordner taucht keine Sicherung auf. Dieses eher triviale Problem hat eine ganz simple Ursache. Die Eingaben in der Bedienoberfläche werden erst in die Konfigurationsdatei geschrieben, wenn man auf “Speichern” klickt. Der Befehl “backup now!” erstellt eine Sicherungskopie aus den Angaben in der Konfigurationsdatei, welche nicht geschrieben wird, wenn man die Eingaben vorher nicht speichert.
- Es gibt keinen Fortschrittsbalken
Wenn man ein Backupvorgang gestartet wird, dann bekommt man eine Prozess ID zugewiesen.
Man kann in der Konsole unter
ps -p xxxx
oder
ps -C sbackupd
die Aktivität des Sicherungsvorganges bestätigen lassen. Einen Einblick in die Restdauer oder den momentanen Fortschritt ist nicht möglich.
- Keine Rückmeldung bei Fehlern
Ist der Sicherungsort nicht beschreibar, bietet nicht genug Platz oder die Verbindung (USB oder remote) zum Sicherungsziel geht verloren, bricht die Sicherung ohne Rückmeldung ab. Es gibt auch ebenfalls keine Logdatei.
- Sicherungen dauern ewig
Der gestartete Prozess wird immer mit der Prozesspriorität 19 ausgeführt und ist dementsprechend langsam, auch wenn der PC nicht genutzt wird. Der Prozess kann z.b. mit einem renice beschleunigt werden.
- Änderung der Ordnerrechte (in Versionen <0.10.5)
Böse Überraschungen hat man mit Versionen vor 0.10.5 (0.10.5 ist in EPEL und Fedora verfügbar), da man die Sicherung als root betreibt und die Rechte des Sicherungsordner ohne Rückfrage auf 700 geändert wird. Man verliert als Benutzer den Zugriff auf alle Wechseldatenträger und in "/media" eingehängte Festplatten, wenn man "/media" als Sicherungsordner nimmt.
- “Regexp” notwendig
Es ist mindestens ein Regexp-Ausdruck notwendig damit ein Sicherungsvorgang gestartet werden kann. Hier sollte man im Zweifelsfalle einen trefferlosen Ausdruck wählen. Sbackup verwigert ohne Rückmeldung die Sicherung.
- USB-Sticks und USB-Platten nur bedingt geeignet
Ein sehr beliebter Fehler bei Sicherungen über 4GB ist es einen Fat32 USB-Stick zu verwenden. Ebenfalls beliebt ist es eine Zeitsteuerung und als Sicherungsordner eine externe Festplatte zu wählen, wenn diese zum Zeitpunkt der Sicherung nicht angeschlossen ist. Sbackup verweigert wie gewohnt ohne Rückmeldung den Dienst
Mein Tipp für Nutzer denen der Umgang mit sbackup zu schwierig erscheint:
Mit grsync (eine gtk-Oberfläche für rsync) ist eine einfache und benutzerfreundliche Möglichkeit um schnell eine Sicherungskopie seines “persönlichen Ordners” auf zu erstellen.
So long and thanks for all the fish :-)
שִׁמְעוֹן
- – - – - -
Beware of my very bad english :-(
שָׁלוֹם
Recently, there is not one day without somebody reporting me to sbackup, even in local LUGs (Linux User Groups) that I visited, in IRC or via EMail. Most of them missunderstood the ‘s’ in sbackup, standing for simple as userfriendly. Sbackup isn’t userfriendly, even if the name could misslead here.
- First save, then execute
You chose all your backup-parameters in the front-end and you click on “backup now!” but in the backup-directory isn’t a backup. This is is a little bit trivial. You have to save it first, because sbackup will read all parameters from the configfile and do not refresh settings during runtime automaticly. You have to save your configs first. If you don’t do so, sbackup will start with the default configuration.
- there is no progress-bar
If you started the backup process, then there will be displayed a process-id.
You can use
ps -p xxxx
or
ps -C sbackupd
to see if the backup is running. You can’t see the remaining time or the actual progress of your backup.
- no response on errors
Is the backup destination directory not writeable, or haven’t enough free space, or the connection to the backup destination (usb, remote) will lost, sbackup will abort without a response and there is no logfile. There is no exception handling to avoid overhead.
- the backup process is slow
The backup-process runs with a nice priority of 19 and is very slow, even the pc is idling. You can accelerate the process by using “renice”
- changing permissions (in versions <0.10.5)
In versions older than 0.10.5 (0.10.5 is in EPEL and Fedora available) the permissions of the backup destination directory will be set on 700 to root, because sbackup runs with root privileges. Users will lose access to disks which mount to "/media", if you choose "/media" as backup destination directory.
- “Regexp” is necessary
You need at least one definied regexp to start sbackup. To choose one without a hit will do this trick. Sbackup denies backup-creation without a response. As pointed out in ‘no response on errors’.
- Backup on USB-Sticks and USB-mass storage is only conditional applicable
A very popular mistake is to save backups with 4GB and more on a fat32 usb-stick. To use cron in combination with external disks is very popular too, but you should be sure that the external disk is mounted at the time of the backup. Sbackup won’t do anything and won’t give a response.
My personal advice for users who can’t handle sbackup:
Use grsync (a gtk-gui for rsync) is a simple and userfriendly possibility to do fastly backups of your home.
So long and thanks for all the fish :-)
שִׁמְעוֹן
Tags: backup, Desktop, Fedora, Konfiguration, LUG, packaging
12. März 2009 um 08:31
endlich ein kritischer Kommentar zu sbackup. Dachte schon, ich bin nicht ganz “up to date” weil ich sbackup gar nicht so simpel fand. Weiterer, noch nicht genannter Nachteil: Das backup ist nicht transparent, man sieht nicht, was nun tatsächlich gesichert worden ist. Man kann es sich zwar anzeigen lassen, aber das dauert ewig. Da fehlt mir mein Backup unter Windows sehr. (wurde mit einer Seagate-UBS-Platte kostenlos mitgeliefert). Danke für den Tipp grsync.
12. März 2009 um 09:23
hey, ich habe sbackup auf mehreren rechnern laufen. es tut seinen dienst gar nicht schlecht… transparent ist eine sache die cih so nicht teilen kann. die im quellcode versteckten dpkgqueries gehen mir ziemlich auf den nerv. das habe ich leider beim release übersehen, wurde aber nachträglich in fedora von mir gefixt…
meine problematik ist halt nur die “komplizierte” und verquerchte handhabung… ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum die ubuntujünger es als ihr standardbackupsystem auserkoren haben…