Tiling – Sympathiesieg für KDE?
שָׁלוֹם
KWin wird auch tiling beherrschen können. Damit zieht endlich ein Windowmanager mit Tilingfunktion in eine große Desktopumgebung. Das ist das was ich schon lange erwarte.
x-tile bringt auch etwas Tiling-Feeling auf den Gnome-Desktop, arbeitet aber sehr sehr unsauber. Dieses unsaubere Verhalten behindert beim arbeiten, da die Fenster die x-tile verwaltet, immer manuell nachjustiert werden müssen.

Um richtiges tiling auf den Gnome-Desktop zu bringen muss man den Fenstermanager Metacity durch einen anderen ersetzen. Zur Zeit kommt da nur XMonad in Frage (ausgehend vom Fedora Repository), dieser ist aber in Haskell geschrieben und Haskell ist….. sagen wir einfach definitiv nicht mein Fall!
i3 ist mein Favorit, kann aber nicht in eine Desktopumgebung integriert werden. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube es liegt daran dass i3 nicht mit den EWMH-Spezifikationen konform ist, die dafür zwingend notwendig wären.
KWin harmoniert zwar nicht wirklich mit einem Gnome- oder XFCE-Desktop, aber “der Zweck heiligt die Mittel”..

Ein Sakrileg für Gnome und KDE Freaks gleichermaßen… :-/
12. Juni 2010 um 14:44
x-tile funktioniert tatsächlich nicht vernünfigt, aber wo ist das Problem, Metacity durch einen anderen WM zu ersetzen? In meiner Session habe ich ihn schon vor einiger Zeit durch XMonad ersetzt, und das funktioniert wunderbar.
XMonad konnte ich perfekt an meine Bedürfnisse anpassen. Ohne mir KWin angeschaut zu haben gehe ich davon aus, dass es dort nicht in diesem Maße möglich ist (dafür ist meine aktuelle Konfiguration zu speziell und ausgefeilt).
Wieso sollte man eine Funktionalität (halbfertig) in Metacity integrieren, wenn diese durch einen anderen, *kompatiblen* WM bereits zur Verfügung steht?
12. Juni 2010 um 17:06
Hallo Hendrik,
erstmal vielen Dank für deinen Kommentar.
Ich habe ja derzeit XMonad und obwohl er tadellos funktioniert und wirklich immer das machte was er sollte fühle ich mich mit ihm nicht wirklich wohl. Es ist keine technische Sache, denn technisch ist XMonad wirklich gut, es ist nur so eine gefühlssache was das ganze sehr sehr subjektiv macht. Ich bin nach wie vor ein Freund von i3, da er für mich gesehen ein besserer WM ist wie z.B. wmii den ich lange zeit vorher hatte..
Ich muss zugeben dass der Artikel sehr unglücklich geschrieben ist. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass tiling eine sehr schöne Sache ist und auch einfachere Anwender diese Funktion eines WMs zu schätzen wissen. Z.B. ist dieses Pseudo-tiling bei Windows 7 sehr beliebt. Man lernt seinen großen Desktop besser zu nutzen um mehrere Fenster gleichzeitig zu überblicken und zu bedienen.
Jetzt richten sich aber die WMs die tiling unterstützen aber an fortgeschrittenere Anwender. Die Tilingfunktion von KWin an sich ist ziemlich simpel gehalten und nicht so ausgereift wie man das von wmii oder i3 oder gar XMonad kennt. Was zur Folge hat dass es sich an jene richtet die mit dieser ausgereiften Funktionalität nicht umgehen können oder wollen. Schließlich bringt ein Tiling-WM ist es eine Komplexität mit, die ein normaler User nicht haben möchte oder gar überfordert. Das it der große Vorteil. Z.B. mein Schwiegervater. Er sieht meinen i3 und findet es an sich ganz gut ist, jedoch benutzt er mehr die Maus, und ich mehr die Tastatur. Dies hat zur Folge, dass er den i3 für zu kompliziert erachtet, außerdem fehlen ihn viele grafische Sachen wie das klassiche Menü oder Einstelungsdialoge. Mit KDE 4.5 und dem tilingwm hat er den großen voteil einfaches Tiling zu haben ohne auf die Annehmlichkeiten die ihm ein KDE Desktop bietet zu verzichten. Er hat es sich angesehen und konnte mit einigen kleinen Umstellungen damit erfolgreich arbeiten. Es war (selbstverständlich) für ihn einfacher sich das Tilingverhalten über Einrichtungsmasken zurecht zu klicken als sich durch eine kryptische confdatei zu wühlen.
Ob es jetzt sinnig ist diese Funktionen in den Metacity zu integrieren weiß ich nicht. Ein sauber arbeitendes X-Tile würde seinen Dienst auch tun. Es bietet ebenfalls die Möglichkeit sich einfach ein Tilingverhalten über eine Maske zusammenzuklicken.